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Vom Sollen, vom Schreiben und was davon übrig bleibt

Eine schreibende Kollegin bloggte gerade, dass ihr Gehirn sie straft. „Du solltest schreiben, du solltest schreiben, du solltest schreiben!“

Auch ich kann mein „Sollen“ nicht befriedigen. Aber ich will auch nicht den entsetzlichen Unsinn schreiben, den andere Kolleginnen zusammenstoppeln. Das geht dann so: Hier ein bisschen stibitzen, dort ein bisschen stibitzen, alles mit ein bisschen Salatsoße übergießen, die wie Altöl riecht.

Wer mich kennt der weiß: Erstens brauche ich Anregungen, wenn möglich aus der Realität. Und wie eine meiner vielschreibenden Kolleginnen, habe ich manchmal „Veröffentlichungshemmungen“. Das heißt, ich finde nicht gut genug, was ich schreibe, und dann wird es in die Massenablage „Textentwürfe“ verfrachtet, auch „Textfriedhof“ genannt.

Und wie eben jene Kollegin, schreibe ich niemals „im Voraus“. Ich brauche den Sound der Tastatur, die freie Assoziation. Ein Wort muss das nächste ergeben. Neulich war ich wirklich einmal drauf und dran, über einen unterirdischen Keller in Stuttgart zu schreiben, in den ein später Gast aus dem darüberliegenden Weinlokal versehentlich tappst, als er eine Toilette sucht.

Klar, habt ihr auch schon mal gehört. Auch diese Geschichte ist vielfach erzählt worden: Eine großzügige, verwinkelte Toilettenanlage, in die man hineinkommt, aber nicht wieder hinaus. Jedenfalls nicht durch dieselbe Tür. Und selbstverständlich verlöscht dann auch noch das Licht ... na ja. Seufz.

Ja, wenn ich jetzt einen Helden hätte, der für mich geht ... es darf auch eine Heldin sein. Sicher weißt du, was du tun würdest, wenn du eine Nacht in einer Toilette eingeschlossen wärst, nicht wahr? Vor allem, wenn du erfährst, dass du nicht zufällig in die Falle geraten bist?

Der Entwurf kommt sofort in die „Never-Return-Ablage“. Habt ihr diese Story schon mal irgendwo gelesen? Wirklich nicht?

Irgendwie haben wir doch alle alles schon mal gelesen, oder?

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