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Wer war der Flagellations-Zeichner Hans Braun?

Hans Braun, der Illustrator einiger Flagellations-Romane, soll ein Hobbyzeichner gewesen sein. (1) Er gibt an, aus München zu stammen und an der Schule, in die er gegangen sei, noch Zeuge körperlicher Züchtigung geworden zu sein, ja, er behauptet sogar, die Züchtigung sei ein „fester Bestandteil des Lehrplans“ gewesen.

Seine Zeichnungen erschienen nach meinen Recherchen nicht in deutschen Magazinen, sondern wurden in US-amerikanischen, möglicherweise auch in britischen Flagellationsmagazinen veröffentlicht. Es mag wirklich so sein, dass der Mann, der hinter diesem Pseudonym steht, ein Ingenieur, Architekt oder technischer Zeichner war, den seine Zeichnungen wirken merkwürdig gefühllos, zeigen aber recht genau das nackte oder leicht bekleidete weibliche Hinterteil in vielen Variationen. Die weiblichen Gesäße, die er zeichnete, sollen von Frauen „aus seinem Schlafzimmer“ stammen – er habe ihre Anatomie also nicht an einer Kunstschule studiert.

Was in seinen Zeichnungen auffällt, ist die nüchterne Sachlichkeit, die Liebe zu Details, die mit der Erotik nicht in unmittelbarem Zusammenhang stehen (Bild links) und eine gewisse Distanz zu den Personen, die in seinen Zeichnungen dargestellt werden.

Wer dieser Mann wirklich ist, kann nicht genau gesagt werden – und auch nicht, wann er gelebt hat oder ob er heute noch lebt. Es ist aber möglich, dass er die Prügelstrafe noch selbst erlebt hat, denn in Bayern wurde sie erst „mit dem Schuljahr 1970/71 als Erziehungsmittel abgeschafft.“ (2).

(1) Biografie Hans Braun nach einer unbestätigten Information des PHOENIX Magazines, Phoenix Bookshelf, 1985.
(2) Quelle: DIE ZEIT
Bild: Dem Mann hinter dem Pseudonym "Hans Braun" zugeschrieben - es soll zeigen, wie der Zeichner auf winzige Detail achtete.Bildausschnitt: etwa zehn Prozent des Originals.

Sex lernen, verlernen, neu lernen?

Sex lernen - Bücher sind gut, Praxis ist besser
Anlässlich einer Erhebung, die ich kürzlich las, stellt sich mir eine Frage, die weder in der „seriösen“ Literatur noch in der sinnlich-erotischen Literatur ausreichend behandelt wird: Kann man Sex lernen, verlernen oder neu erlernen?

Bei der Befragung ging es darum, ob Menschen „Sex verlernen“ können, wenn sie ihn längere Zeit nicht mehr praktiziert haben. Urologen sagen zum Thema gerne (an Männer gerichtet): Use it or Lose it“ – gemeint ist, die Erektionsfähigkeit durch ständige Praxis aufrechtzuerhalten.

Besonders heikel scheint mir immer das Thema „Sex lernen“ zu sein. Da will sich niemand wirklich „outen“, weder die Frauen und Männer, die den „kleinen Dienst“ verrichteten noch jenen, die ihn empfingen. Gleich, ob es „das erste Mal“ oder „das erste Mal auf diese Art“ ist – niemand will wirklich darüber sprechen – schon gar nicht, wenn es besonders mies oder besonders frivol war. Und ja, ich habe darüber gelesen, dass Autorinnen (und Autoren) doch ihr eigenes Erleben mit „einbauen“ sollten, wenn sie ihre Figuren auf die Reise schicken.

Ich will nicht gerade behaupten „nichts ist so öde wie eine Beschreibung des eigenen Erlebens“, aber ich werde weiterhin behaupten, dass sich dafür eigentlich niemand interessiert. Der erotische Roman soll ja gerade davon geprägt sein, dass alles etwas „überhöht“ wird, und das heißt auch: Deine Figur muss intensiver erleben können, als du es selbst kannst oder jedenfalls damals konntest.

Wenn man sich ein bisschen umhört, dann beklagen so gut wie alle jungen Menschen, dass sie zu Anfang nur schwer mit ihrer Sexualität oder mit sexuellen Praktiken umgehen konnten. Daraus wird deutlich: Es gab keinen „Lernprozess“, kein Trial-and-Error, nichts dergleichen. Da wurde ein Zufall an den anderen gereiht: Erfahrung stand neben Offenbarung, eins schales Gefühl neben einem lustvollen Erleben.

Auf der anderen Seite hörte ich von reifen Frauen, dass sie ihre Sexualität erst in einem Alter „weit über 30“ entdeckt haben – oftmals sogar erst in den Wechseljahren.

Wie passt dann der Satz „Sex verlernt man nicht, es ist wie Radfahren?“

Ich glaube, er passt gar nicht. Wenn man den schnöden „Sex“ mal durch „sinnliche Lüste“ ersetzt, wir der Satz von vornherein ad absurdum geführt. Genuss zu lernen ist wesentlich komplizierter, als Geschlechtsteile in Position zu bringen.

Und so gesehen – sagt selbst: Was würde euch eher interessieren – eine Schilderung, wie man dem Ehemann noch schnell einen „Quickie“ gönnt, bevor er zur Arbeit hastet, oder eine absolut irre nächtliche Affäre, bei der Körperflüssigkeiten und Sekt in Strömen fließen?

Ja, ich glaube wirklich, dass erotische Entwicklungsromane (es dürfen auch Episodenromane sein) fehlen. Sagt uns mal, ob ihr daran schreibt. Wir interessieren uns immer wieder für wohlgesetzte Worte.

Bild: Nach einer anonymen Buchillustration aufbereitet.

Der Liebesroman, die Verliebtheit und die Leidenschaft

Die Anatomie beforschen ...
Der Liebesroman hat so viel mit der Liebe zu tun wie ein Science-Fiction Roman mit der Raumfahrt. Denn Liebesromane handeln überwiegend nicht von der Liebe, sondern von einem Zustand, den wir für Liebe halten: Verliebtheit. Diese wird dabei sorgfältig entschärft, äußerlich verniedlicht und vor allem emotional weißgewaschen.

Biologie? Ach, die gibt es auch bei Menschen?

Man darf nicht erwarten, dass unsere Liebesroman-Autorinnen biologische Grundkenntnisse haben – sie sind wahrscheinlich eher hinderlich. Hätten sie solche, so wüssten sie, wie Verliebtheit funktioniert und warum sich die Illusion der „schwebenden Verliebtheit“ nicht auf ewig und immer ausdehnen lässt. Und falls es jemandem tatsächlich so gehen sollte, wer der Gang zum Arzt zu empfehlen.

Wenn Liebe zu einem unbestimmten, rauschhaften Gefühl hochstilisiert wird, sollten wir uns nicht wundern, warum Autorinnen sich weigern, der Verliebtheit ganz reale, heftige Lüste folgen zu lassen. Man müsste vom Liebesmärchen zur lustvollen Realität übergehen, und die Realität – nun ja, sie ist eben so schrecklich real.

Anatomie – pfui vor „ganz unten“

Zudem ist fraglich, ob die Autorinnen ihre Figuren mit einer vollständigen weiblichen Anatomie ausstatten, inklusive einer Klitoris, die tatsächlich so „funktioniert“, wie es eine Klitoris eben tut. Sei es die sanfte Berührung eines Fingers, der Kontakt mit einer Eichel oder das Gefühl, einen Penis „eingeführt“ zu bekommen - das alles kann zur sexuellen Erfüllung gehören. Wenn dies alles nicht stattfindet, dann wird ein „Liebes-Zombie“ ohne Unterleib geschildert – und zu einer Person gehört nun mal der Körper.

Soweit ich die Romane der etwas sinnlicheren Art gelesen oder angelesen habe, werden die Details der sinnlichen körperlichen Berührung weitgehend ausgespart. Die weibliche Figur darf einfach nicht sagen, wie es ist, „gevögelt zu werden“, wie immer sie dies auch ausdrücken will. Ich hatte vor einigen Tagen gelesen, Autorinnen Frauen sollten doch bitte auf „eigene Erlebnisse“ zurückgreifen. Und indem ich dies las, kamen mir zwei Gedanken: Entweder war da nicht viel mit „eigenen Erlebnissen“ oder aber dir Autorinnen schämen sich, in die Tiefen der eigenen sinnlichen Empfindungen abzutauchen.

Der Mann – ein Wesen mit Penis und Hoden dran

Was ist mit männlichen Protagonisten? Es gibt kaum Männer, die Liebesromane schreiben, und deshalb werden auch die männlichen Gefühle von Frauen geschildert. Doch wie liebt der Mann wirklich? Während der Phase der ersten Verliebtheit tut er es der Frau gleich: Er fällt in eine Art Trance, in der sein Gehirn lahmgelegt wird, und in dem seine Triebe (aha, nun kommt der Penis ins Spiel) körperliche Realität werden. Dann nimmt der Mann, was seine Geliebte ihm schenkt … was sonst? Und wenn sie sich ihm verweigert, dann hilft ihm später die eigene Hand, gepaart vom Gedanken an sie.

Das ist Realität – alles andere ist ein schöner, rosaroter Unsinn.

Und selbst, wenn unsere Liebesroman-Autorinnen schon einmal bis hierher gedacht haben: Da wäre immer noch die männliche Anatomie, die sich nicht nur in Penis und Hodensäcken manifestiert und sich auch nicht ausschließlich mit dem „finalen Schuss“ der Sperma-Kanone beschreiben lässt.

Ja – es ist harte Arbeit, einen erotischen Liebesroman zu schreiben. Frauen und Männer tun es, und sie sind dabei entsetzlich oberflächlich, auch dann, wenn sich ihre Produktion absetzen lässt wie warme Semmeln.

Die Verliebtheit oder Geilheit als Stilmittel benutzen?

Womit man dies alles verbessern könnte? Im Grunde wäre ich froh, wenn sich die Autorinnen und Autoren erinnern würden, dass die Verliebtheit eine Art „geistige Umnachtung“ darstellt, hervorgerufen von körpereigenen Drogen. Wer es wagt, nennt so etwas „einfach bedingungslos geil sein“. Und selbstverständlich sollte jede Autorin (und jeder Autor) wissen, dass die ganze Prozedur dazu dient, Hemmnisse abzubauen um - den Geschlechtsverkehr auszuüben, und zwar ekstatisch und völlig ungehemmt. Und wenn das so ist – warum wagen es dann nur wenige Autorinnen und Autoren, die Lust genau so zu beschreiben?

Dreier: Das Karussell mit drei Gondeln dreht sich … auch anders herum

Was gut für einen Mann ist, ist auch gut für eine Frau. Oder was ein Mann tun oder bekommen kann, kann auch eine Frau tun oder bekommen – die Soße, die gut für die Gans ist, ist auch gut für den Ganter.

Britisches Sprichwort nebst Erklärung


Mann sucht Frau, Frau sucht Mann, Frau sucht Frau, Mann sucht Mann … das alles habt ihr schon mal gehört oder gelesen. Was aber ist mit diesen Sparten?

- Paar sucht Mann.
- Paar sucht Frau.
- Mann sucht Paar.
- Frau sucht Paar.


Da muss etwas anderes dahinterstecken, nicht wahr?

Und wenn ihr nun diesen erotischen Sündenpfuhl eintaucht, dann werdet ihr bald merken: Da ist ein bisschen mehr gefällig als nur ein Dreier, der von einem gelangweilten Ehepaar herbeigesehnt wird. Und die Solo-Männer und Solo-Frauen, die nach Paaren lechzen, was wollen die eigentlich?

Warum Dreier ohnehin als ziemlich frivol gelten

Alle diese Konstellationen sind asymmetrische sexuelle Verhältnisse, die noch weitaus mehr tabuisiert sind als beispielsweise der Partnertausch. Bei dem geht es wenigstens noch biologisch in die richtige Richtung, nur eben nicht ethisch. Und bei Dreiern ist schon deswegen etwas faul, weil da eigentlich einer übrig ist – ja, was macht der denn überhaupt?

Das ist genau das, worüber du dir klar werden musst, wenn du über sexuelle Beziehungen „zu dritt“ schreiben willst. Egal, ob sie deine Figuren an einem alkoholdurchtränkten Abend zufällig erlebt haben oder ob sie das Ergebnis einer Planung oder mehrerer Vorgespräche waren. Und vergessen wir bitte nicht: Es gibt auch Personen, die dauerhaft sexuell in Dreierbeziehungen zusammenleben.

Von ziemlich frivol bis ziemlich gewagt - alle Dreier

Generell gibt es vier Arten von Dreiern und eine Option, die immer häufiger vorkommt.

- MFF heterosexuell. Das, was der Mann sich meist in seinen Träumen vorstellt: Er hat zwei Frauen zur Verfügung, mit denen er sich parallel oder nacheinander vergnügen kann.
- MFF bisexuell. Auch das ist eine Version, die sich Männer gerne gefallen lassen. Wenn der Mann erschöpft ist, überlässt er das Feld der Lust den Frauen, die schon so ausgewählt wurden, dass mindestens eine bi-neugierig ist.
- FMM heterosexuell. Ein Frauenfavorit, denn sie kann sich sicher sein, von beiden Männern bewundert und begehrt zu werden..
- FMM bisexuell. Ein Favorit experimenteller Paare, bei denen der Mann seine Bi-Lüste nur in Anwesenheit einer Frau ausleben möchte.

Bei allen Varianten mit zwei Frauen kann eine von ihnen allerdings auch den männlichen Part übernehmen – das gilt als besonders frivol. Diese Variante kommt in der Literatur noch recht selten vor.

Neuerdings ist auch oft von SM-Varianten die Rede, bei denen zumeist einer der Männer lustvoll erniedrigt wird oder in denen die etwas gewagteren Varianten männlicher Bi-Neugierde zum Tragen kommen. Doch die Klischees, die das Internet darüber liefert, sind weit entfernt von der Realität. Denn selbst in offenen Beziehungen, in denen sonst fast alles möglich ist, greift die männliche Sperre, jemals bei einem Dreier einem Mann zu nahe zu kommen.

Ich zitiere mal sinngemäß eine Bloggerin:

Ich wünschte mir, mein Freund würde mal mitmachen, wenn ich einen anderen Mann „behandle“, und ich habe ihn auch schon mal ermutigt. Aber er will da nicht heran. Ich hätte nie gedacht, dass die Partitur so kompliziert wäre.


Es ist also nicht leicht, und weil es wirklich nicht "gängige Praxis" ist, fällt es den meisten Autorinnen und Autoren auch schwer, Dreier wirklich erregend zu beschreiben. Immerhin kannst du davon ausgehen, dass jede Leserin und jeder Leser das Thema „Dreier“ als ziemlich frivol ansieht – und dennoch gerne darüber liest, weil jedes Detail neugierig macht.

Falls ihr emotionslos an das Thema herangehen wollt - lest noch einmal das Zitat am Anfang und behandelt einfach Frauen und Männer gleich.

Nun seid ihr dran: Welches „Handwerkszeug“ habt ihr, und wie wollt ihr euer Figuren aufbauen? Ich bin sehr gespannt auf Vorschläge …

Eine Anmerkung: Bi-Neugierde und gleichgeschlechtliche Lust haben weder ursächlich noch zwangsläufig etwas mit sexueller Orientierung zu tun, wie in vielen Büchern behauptet wird.

Der Liebesroman – noch nicht sehr erotisch, aber sinnlich

Romantik und Sex im Roman
Liebesromane handeln von der Liebe, aber gute Liebesromane schließen noch ein anderes Thema mit ein. Beschrieben wird ja das Leben, und das findet nicht nur in lauschigen Sommernächten statt. Die Liebe bohrt sich sozusagen wie ein Pfeil in den Alltag, der vielleicht ganz anders geplant war. Und schon sind wir „mitten drin“: Im Mittelpunkt jedes publikumssicheren Liebesromans steht ein Konflikt, der die Liebenden zu trennen droht.

In der einfachsten Form der Liebesgeschichte ist es der innere Konflikt deiner Figur. Sie ist sich nicht sicher, ob sie sich wirklich auf die Liebe (aber auch auf Lust, Leidenschaft, Obzessionen oder Sex) einlassen soll. Der innere Konflikt wird also von Widersprüchen getragen, zum Beispiel, wie sich die Hingabe an den anderen auf die eigene Zukunft auswirkt.

Kurzgeschichten eignen sich durchaus für die Liebe

Diese Form eignet sich bestens für Kurzgeschichten, da die übrigen Personen (mit Ausnahme des Geliebten) nur als „Spiegel“ der Gedanken deiner Figur dienen oder die Konflikte sinnbildlich in ihrem Hirn austragen.

Ein äußerer Konflikt wird eingebaut

Die nächste Stufe besteht darin, dass ein echtes Hindernis auftaucht oder der Konflikt durch eine dritte Person angeheizt wird.

Hier bieten sich beispielsweise „Trennung und Wiederkehr“ an. Deine Figur muss beruflich vorübergehend ins Ausland gehen – und dort gibt es Männer, die unglaublich anziehend sind. Diese „dritte“ Person kann ihr aber auch im Inland begegnen, und si kann so faszinierend sein, dass deine Figur zweifelt, ob sie sich nicht lieber mit der anderen Person verbindet. Vielleicht ist sie jünger, älter, praktischer, klüger, sanfter oder potenter als die ursprüngliche Wahl. Jedenfalls wird sie „in Betracht gezogen“ und eventuell gar vorübergehend als Alternative angesehen. Und falls du dir so etwas zutraust: es könnte auch eine Frau sein, in die sich deine Figur verliebt.

In besonderen Fällen wird es schwieriger

Sonderfälle sind Ängste vor körperlicher Nähe, unerwiderte Liebe oder der Reiz, der vom „Flattern von Blüte zu Blüte“ ausgeht.

Ein modernes Rezept für deine Liebesgeschichte

Weil es so unendlich viele Liebesromane gibt, und ein großer Teil davon nach ähnlichen Muster verläuft, ist es etwas heikel, den vorhandenen Romanen einen weiteren hinzuzufügen. Ein gutes Rezept für Innovationen besteht darin, die sinnliche Liebesromantik mit Facetten des eigenen Erlebens zu verbinden und die Faszination des Befremdlichen darin zu integrieren. Dann hast du den Mix, der immer mehr Leserinnen anspricht.

Wie sonst auch, musst du deine Figur schöpfen und dann laufen lassen. Nicht DU bist verantwortlich für das, was ihr geschieht, sonder SIE ist verantwortlich dafür. Wähle dazu eine Figur, deren Lebensumstände du mindestens ein wenig nachvollziehen kannst. Es kann eine sehr junge Frau sein, eine Frau mittleren Alters oder eine Rentnerin – Liebesgeschichten lassen sich in jedem Alter erleben. Das einzige, was du wirklich tun musst, ist in ihre Haut zu schlüpfen. Denn die Liebe geht immer durch die Haut – auch wenn es nicht um Sex geht.

Wie steht es mit Liebe und Sex?

Wo ich gerade bei Sex bin: Ein erotischer Roman, so schreibt Elisabeth Benedict, handelt immer von „Sex und noch etwas anderem“. Auch ein Liebesroman handelt nicht nur von der Liebe, sondern ebenfalls noch von etwas anderem, wie ich schon zu Anfang schrieb. Und wenn ich spitzfindig bin, dann muss ich sogar sagen: Ein erotischer Roman handelt einerseits von Liebe, andererseits von Sex und noch von etwas völlig anderem.

Sexuelle Lust oder romantische Liebe?

Etwas, an das du denken solltet, wenn du Sex in einen Roman integrierst: Die Person, mit der deine Figur erregende sexuelle Abenteuer erlebt, muss nicht die Person sein, mit der sie eine romantische Liebe teilt. Und schon hast du einen weiteren Konfliktstoff, den du ausbauen kannst.

Soweit die Romane, die auf vielen Varianten romantischer Zweierbeziehungen plus zahlloser Eskapaden beruhen. Wenn mehr als zwei Personen beteiligt sind und sich die weitere(n) Personen nicht herauslösen, wird das Schreiben von Liebesromanen und Erotikromanen noch aufregender.

Ich habe vor (aber noch nicht geplant) für euch auch über V-Beziehungen, Dreiecke, Vierecke und Kreuzbeziehungen zu schreiben. Ich denke, wir treffen uns bald wieder zu diesen Themen.Titelbild nach einem "Groschenroman" von Florence Stonebraker.