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Kreatives Schreiben – für Anfänger

Kreativ schreiben - kein Hexenwerk
Es gibt im Netz einige Hunderttausend Artikel über „Kreatives Schreiben“. So, wie ich es hier in Anführungszeichen gesucht habe, findet allein Google fast 1,4 Mio. Ergebnisse.

Die Ergebnisse lesen sich merkwürdig – beinahe so, als würde man in eine geheimnisvolle Welt exotischer Regenwälder eindringen. Es scheint, als ob sich die Autoren die Finger verknotet hätten, um bewusst komplizierte Formulierungen zu finden, und dazu reicht völlig ein Blick in „WIKIPEDIA“ (1):

Kreatives Schreiben ist eine Bezeichnung für Schreibansätze, die davon ausgehen, dass Schreiben ein kreativ-sprachlicher Prozess ist, zu dem jeder Mensch methodisch angeleitet werden kann.


Ich setze dem mal etwas entgegen.

Kreatives Schreiben soll dir dazu dienen, den Lesern Freude, Vergnügen und Lust zu bereiten – vielleicht sogar sein Lebensglück zu finden (2). Um das tun zu können, brauchst du zunächst nur die Lust daran, etwas mitteilen zu wollen, und dann die Technik, mit der Sprache Bilder zu malen, die andere verstehen können.


Ich habe vermeiden, zu behaupten „kreatives Schreiben ist …“, weil „Schreiben“ immer ein Prozess ist, und niemand kann Prozesse in einzelne, eherne Sätze gießen. Ganz hübsch ist die Formulierung (3):

Die Autoren wollen entweder nützen oder unterhalten - oder zugleich Erfreuliches und für das Leben Nützliches sagen.


Wenn wir dem Satz folgen wollen, und zugleich Nützliches und Erfreuliches vermitteln wollen, dann müssen wir dies unter Einsatz unseres Sinne tun, und zwar so lebendig wir möglich. Das ist der eigentliche Sinn von Prosa, und erst dann kommt all das, was wir als „Techniken“ oder „Verfahren“ bezeichnen.

Prozesse nutzen, um Sinnliches kreativ zu beschreiben

Die beste Methode besteht darin, Prozesse zu nutzen. Prozesse sind die Interaktionen zwischen Menschen oder zwischen Mensch und Umwelt. Oder noch einfacher: Was machen Menschen mit mir – was mache ich mit Menschen? Wie wirkt die Umwelt auf mich – wie wirke ich auf die Umwelt?

Wir können diese Umstände schnell erweitern: Was passiert in mir, wenn ich … zum Beispiel etwas Seltsames erlebt oder gehört habe. Im sinnlichen Bereich bestehen Prozesse aus allem, was zwischen Körper, Geist und Psyche stattfindet. Noch einfacher?

So läuft ein Prozess ab, den du kreativ umsetzen kannst

Deine Heldin sieht eine betörende, verwirrend Frau. Sie versucht, ihrer Faszination nicht zu erliegen. Ihr innerstes Selbst wehrt sich dagegen, doch ihr Kampf ist vergeblich. Eine kleine, harmlose Berührung elektrisiert ihren ganzen Körper. Ihr Unterleib sendet ein flatterndes Zucken an ihr Gehirn, ihre Hände werden feucht und die Schamlippen schwellen an.

Das ist nicht „kreatives Schreiben“, sondern nur der Prozess, den du nun kreativ beschreiben könntest. Die einzelnen Elemente sind mehrdeutig und enthalten Rückkoppelungen, und sie verlaufen teils parallel, teils entgegengesetzt, und teils kreuzen sie sich miteinander. Und all dies verläuft absolut ohne Planung.

Und nun frage ich dich: Wie willst du geplant über jemanden schreiben, der sich bewegt und selbst gar nicht weiß, in welche Richtung er sich entwickelt? (4)

Die Elemente kreativen Schreibens (Übersicht)

Das heißt also: Du musst einen anderen Weg gehen. Empfohlen werden innere und äußere Dialoge, bildhafte Schilderungen, spontane Erinnerungen und außergewöhnliche Sprachelemente. Beispielsweise wird deine Figur ihre Empfindungen kaum in „vollständigen Sätzen“ formulieren, sondern selbst erst einen Ausdruck für das erfinden müssen, was ihr gerade geschieht. Und du? Du führst sie dahin, lässt ihr die Freiheit, innere Kämpfe auszutragen und von unendlicher Begierde durchzuckt zu werden. Und am Ende der Geschichte oder des Kapitels führst du sie zurück in die Welt, die sie kennt – und die du kennst.

Ich gestehe, dass diese wenigen Sätze nicht ganz erklären, wie du diese Elemente nutzen kannst - und ich gebe dir in einen späteren Artikel gerne einen Überblick.

(1) Wikipedia
(2) Nach einer Aussage eines bekannten Kulturkritikers.
(3) Horaz, Ars poetica, 1. Jahrhundert v. Chr.
(4) Folgt dem Motto: "Lass deiner Figur freien Lauf ..."


Alle Sechs Teile – Schreiben für Einsteiger
Teil 1: Was bedeutet eigentlich Schreiben?
Teil 2: Reich deine Zeit für einen Roman?
Teil 3: Finde deine Idee und deind Figur.
Teil 4: Deine weibliche Figur entsteht.
Teil 5: Was ist eigentlich ein Schreibstil?
Teil 6: Kreatives Schreiben.


Ein Intermezzo: Rotkäppchen, der Wolf und Du

Was hat der Wolf der Grimms mit der Sinnlichkeit zu tun? Erste Antwort: Nichts. Zweite Antwort: Er hat nur damit zu tun.

Gut – das ist nicht recht logisch, solange du dies nicht weißt: Das grimmsche Märchen stammt werde von den Grimms noch ist es ein Volksmärchen, das den Grimms erzählt wurde. Es ist ein höfliches Lehrstück des Franzosen Charles Perrault, der im 17. Jahrhundert lebte. Und es warnt junge Frauen, sich mit lüsternen Wölfen einzulassen, die ihnen „an die Wäsche“ wollen.

So weit der Zusammenhang. Und nun kommt das Thema: Woran erinnerst du dich beim Rotkäppchen am besten? Vermutlich an Grimms Texte, vorgetragen von einer Erzählerin. Ich bevorzuge Perraults Version, die dir dennoch bekannt vorkommen wird:

"Großmutter, was habt Ihr für große Arme!" "Damit ich dich besser umfangen kann, mein Kind!" "Großmutter, was habt Ihr für große Beine!" "Damit ich besser laufen kann, mein Kind!" "Großmutter, was habt Ihr für große Ohren!" "Damit ich besser hören kann, mein Kind!" "Großmutter, was habt Ihr für große Augen!" "Damit ich besser sehen kann, mein Kind!" "Großmutter, was habt Ihr für große Zähne!" "Damit ich dich fressen kann!"


Es ist ohne Zweifel der spektakulärste Teil des Märchens, der allen Zuhörern lebhaft in Erinnerung bleibt. Das zögerliche, naive, ängstliche, zugleich faszinierte und befremdete Mädchen mit seiner zarten Stimme, die die Erzählerin so trefflich zu imitieren verstand. Dann der Wolf, der mit fester, tiefer Stimme voller Überzeugungskraft und zunächst gespielten Charme erklärt, warum alles so schrecklich groß an ihm ist. Und schließlich das wilde Aufbäumen in der Stimme, wenn die Erzählerin mit verzerrtem Gesicht und voller Heftigkeit den finalen Satz herausschreit: „Damit ich dich besser fressen kann.“

Erinnerst du dich an meinen Artikel über die Erzählkunst? Man nennt so etwas heute „kreatives Schreiben“ oder auch „Show, Don‘t Tell“. Oder mal ganz einfach:

Gute Dialoge lockern nicht etwa nur auf, sondern bleibe auch dann noch in Erinnerung, wenn der Rest der Erzählung längst verblasst ist.

Es sind nicht ausschließlich die Dialoge. Aber sie sind ein gutes Beispiel dafür, warum das, was du schreibst, mehr sein kann als eine Anreihung von Texten.

Erotisch schreiben heißt: Geh deiner Leserin unter die Haut

Du willst also erotisch schreiben? Lass dir zunächst sagen, was Schreiben überhaupt bedeutet.

Bevor es gedruckte Bücher gab, wurden Geschichten meist mündlich weitergegeben. Das heißt, man saß abends am Herd und erzählte von allerlei Begebenheiten, von denen man annahm, dass sie andere begeistern würden. Ein Erzähler war damals eine Art Schauspieler, der seine Zuhörer zu begeistern wusste. Er gab den bösen Räubern und den adligen Damen in der überfallenen Kutsche seine Stimme und illustrierte sie mit heftigen Bewegungen seiner Hände.

Was eine Erzählerin eigentlich tut

Weil viele Menschen nicht lesen konnten und Bücher sehr teuer waren, wurde auch später aus manchem Buch vorgelesen. Wieder waren es die „Umsetzer“ der Texte, denen die Aufmerksamkeit galt – sie waren die „Träger der Information“, wie man heute sagt.

Diese Geschichten brachten den Menschen etwas nahe, das sie nicht sehen und erfahren konnten. Der Klang der Stimme, die Geste des Vortragenden: All dies verschmolz mit den Worten, die aus den Büchern herausflossen.

Ein Buch ist keine Aneinanderreihung von Sätzen

Ein Buch zu lesen ist etwa ganz anderes: Du sitzt allein auf einem Sessel, das Buch vor den Augen. Alles, was du hast, sind Wörter, die zu Sätzen zusammengefügt wurden, und auf die wieder Sätze folgen. Mit anderen Worten: Es ist zunächst nur eine belanglose Erzählung, weiter nichts.

Die meisten Geschichten, die wir auf diese Weise lesen, werden mit Spannung angereichert – sie leben von der Neugierde der Leserinnen und Leser. Diejenigen, bei denen dies nicht der Fall ist, spielen die Trumpfkarte seelischer Empfindsamkeit aus. Sie wollen sozusagen „ans Eingemachte“, also an die Tiefen unserer Empfindungen. Das können alle Gefühle sein, die unsere Existenz hergibt: Trauer, Wut und Hass einerseits und Lebensfreude, Lust und Begierde andererseits.

Lust, Scham und der Zwiespalt

Ich nehme an, dass es dir um die Lebensfreude, die Liebe, die Lust, das Verlangen und die Begierde geht, wenn du erotisch schreiben willst. Vergiss dabei aber nicht, dass die Menschen auch zwiespältige Gefühle haben. Häufig paart sich der Wunsch, nichts als sinnliche Ekstase bei völliger Hingabe zu erleben und sich andererseits schamvoll zu fürchten solche Gedanken zu äußern.

Gehe deiner Leserin unter die Haut

Die erotische Erzählerin wird normalerweise immer auch mit ihrer eigenen Begierde und ihrer eigenen Scham konfrontiert. Das ist kein Hinderungsgrund, sondern eine ungeheuer wirksame Motivation, deinen Leserinnen wirklich „unter die Haut zu kriechen.“ Und die Figuren, die du erzeugst, kannst du nicht nur mit mehr Mut und Wollust, sondern auch mit mehr Zwiespälten ausstatten, als du sie selbst jemals erlebt hast.

Nimm am Leben deiner Figur teil

Langweile deine Leserinnen nicht mit langatmigen Schilderungen. Lass sie am Leben deiner Figur teilnehmen. Komm ihr nahe, wenn sie einen Kaffee trinkt, flirtet, verführt oder verführt wird. Und besonders dann, wenn sie vor Wollust juchzt und ganz und gar nicht mehr sie selbst ist.

Übrigens kannst du auch einen Mann auf die Reise in die Lust schicken. Ich habe im Text vermeiden, „Autorinnen/Autoren“ zu trennen oder „Leserinnen/Leser“. Du kannst aber damit rechnen, dass anspruchsvolle erotische Bücher überwiegend von Frauen gelesen werden.

Die Rute, der zu strafende junge Mann und ein Wandel

Die strenge, schöne Gouvernante
"Die Rute, der zu strafende junge Mann und ein Wandel" gehört zu unserer Serie "erotische Würdigungen" und beschreibt eine Szene, die einer Fantasie gegen Ende des 19. Jahrhunderts entsprang.

Die Damen der Gesellschaft im viktorianischen Zeitalter hatten nicht nur Freude an den entblößten Gesäßen der Damen. Nein, sie wussten auch zu schätzen, dass ein Jüngling abgestraft wurde. Meist sind sie die Schilderungen so brutal, dass es sich verbietet, Auszüge zu veröffentlichen. So mögen meine Leserinnen und Leser bitte Verständnis dafür aufbringen, dass ich nur einen kurzen Abschnitt veröffentlichen kann, der noch dazu stark abgemildert wurde.

Um Autorinnen das Schema zu erläutern, hier zunächst der ungefähre Hergang als „Drehbuch“:

Dem Opfer wird ein schweres Vergehen zur Last gelegt, und spielerisch wird behauptet, der Vorgang können durch eine Flagellation getilgt werden. Und während der zu Strafende auf eine kurze und eher leicht zu ertragende Strafe hofft, wird er unter erniedrigenden Umständen heftig und gnadenlos geschlagen. Doch nun geschieht etwas Ungewöhnliches: Während die Gouvernante ihre letzten Kräfte aufwendet, um das Werk so nachhaltig wie möglich zu beenden, werden beide von ungewöhnlichen Gefühlen heimgesucht. Die Gouvernante erlebt einen Rausch sadistisch-amouröser Gefühle, die sie so nicht erwartete, während das Opfer, das eben noch jammernd und schreiend am Boden lag, sich nunmehr begierig die die Hände küsst, die eben noch zum Schlagen verwendet wurden.


„Mein lieber Freund, du wirst bald herausfinden, dass ich meine Hand schmerzvoll auf deinem Gesäß zu applizieren weiß, aber es ist nur gerecht, dass dein Vergehen so vergolten wird.“

Während ich dies sagte, gab ich ihm die ersten Beweise meiner Schlagkraft, und die Rute drang heftig in das weiße Fleisch seines wundervollen Hinterns ein, sodass er bald in tiefem Rosa glänzte, wobei die kleinen roten Punkte ein hübsches Muster darauf bildeten.

(die folgende Szene wurde abgemildert)
„Ich kann die Rute nicht einmal so hart führen, wie ich dich für deine Gräueltaten verachte.“ Während ich dies sagte, beschloss ich, die Schläge heftiger auszuführen. (…) Zwar begannen meine Arme zu schmerzen, doch gab ich nicht nicht auf, sondern schlug ungeachtet des eigenen Schmerzes weiter auf mein Opfer ein.

Ich bearbeitete seinen Hintern noch mindestens zwanzig Minuten. Ab und zu kam ich dabei zugegebenermaßen etwas außer Atem, aber sein Schluchzen und seine unterdrückten Schreie waren Ansporn für mich, ihn weiter mit der Rute zu traktieren. Es war ein absolut köstliches, erregendes Gefühl, einen so prachtvollen Jünglingshintern zu schlagen. Der Anblick befeuerte mein Temperament und meine Gelüste wesentlich mehr, als wenn es sich dabei um eine junge Dame gehandelt hätte. Die Rute erzeugte eine Art wundersames Mitgefühl mit dem jungen Mann, obgleich ich ihn in absoluter Ekstase mit der Birkenrute behandelte. Es war keine Strafe, es war einfach Leidenschaft.

Ich beendete die Bestrafung abrupt und sank aufs Sofa, ohne mein Opfer weiter zu beachten. Zu meiner Überraschung kniete er alsbald vor mir, küsste meine Hand, die immer noch die Rute hielt, und sagte in leisem Ton: „Oh, Fräulein Rosi, wie sie mich mit der Rute gefitzt haben … aber sehen Sie: Ich werde wieder etwas völlig Unartiges tun, damit Sie mich ein zweites Mal bestrafen können. Das Gefühl war so wunderbar, dass ich kaum beschreiben kann, was ich wahrhaftig fühlte, aber der Schmerz ertrank letztlich in den wundervollsten Empfindungen für Sie.“


Übersetzung; Kürzungen und Neuformulierungen zum besseren Verständnis: © 2019 by liebesverlag.de.

Victorianisch: Einleitung zu einem erotischen Fortsetzungsroman

leserin, auf frivole texte hoffend
Bei dem Werk, zu dem ich diese Einleitung veröffentliche, handelt es sich um einen erotischen Fortsetzungsroman, der in 15 Folgen in der Zeitschrift „The Pearl“ erschien und darin auch noch abgeschlossen wurde, bevor die Zeitschrift 1890 wegen Obszönität verboten wurde. Zuvor war sie als „Untergrundpublikation“ im Versandhandel in nur 150 Exemplaren verkauft worden – und sie kostete satte fünfundzwanzig Pfund. Falls die Angaben wahr sind, würden sie nach heutiger Währung etwa 2.000 GBP kosten.


Es bedarf kaum einer Entschuldigung, um die folgende sehr erotische und berauschende Erzählung einer jungen Adligen zu veröffentlichen. Ihre Abenteuer, davon bin ich vollends überzeugt, werden jeden echten Liebhaber der sinnlichen Literatur so viel oder noch mehr Vergnügen bereiten, als ich mit meinen bescheidenen Mitteln zu erreichen hoffe.

Die Schöpferin dieser Memoiren war eine der klügsten und charmantesten Angehörigen des weiblichen Geschlechts, die über eine ausgeprägte Sinnlichkeit verfügte. Darüber hinaus verfügte sie über eine ungewöhnlich ausgeprägte Herzenswärme, die dazu führte, dass sie unfähig war, der Verführung von Gottes edelsten Kreationen zu widerstehen. Denn Gott hatte den Menschen nach seinem Ebenbild als Mann und Frau geschaffen. Und daraus entnahm sie das erste Gebot für sich: „Seid stark im Glauben und mehret euch, und macht euch die Erde untertan.“

Die sinnliche Entwicklung unserer Vorfahren gebar die Idee, dass die Kopulation die direkteste und akzeptabelste Form der Anbetung sei, die sie ihren Göttern anbieten könnten. Diejenigen meiner Leser, die nicht zur Kategorie bigotter Christen gehören, werden mir darin zustimmen, dass es keine große Sünde sei, den natürlichen Wünschen nachzugeben und all die köstlichen Empfindungen, für die ein wohltätiger Schöpfer uns so reichlich gegeben hat, voll auszukosten.

Leider lebte das arme Mädchen, deren Memoiren ich verwende, nicht lange. Doch sie genoss die wenigen Jahre des Schmetterlingslebens. Wer würde sie für sündhaft halten?

Die Bruchstücke, aus denen sich meine Erzählung zusammensetzt, befanden sich in einem Paket, das sie einem hingebungsvollen Diener anvertraut hatte, der nach ihrem plötzlichen und vorzeitigen Tod im Alter von 23 Jahren in meinen Dienst trat.

Als Autorin glaube ich, dass die Heftigkeit, mit der ich all dies beschreibe, für manche ein wenig anstößig ist, aber ich hoffe, dass mein Wunsch, Ihnen Vergnügen zu bereiten, diesen Mangel entschuldigt.

Der Roman ist so frivol, dass er auch heute noch kaum Chancen auf Veröffentlichung hätte. Typisch ist die Verschleierung, die viele Autorinnen und Autoren verwenden: Die Geschichte sei absolut authentisch und habe sich tatsächlich so zugetragen, und man habe sie lediglich ein wenig aufbereitet, um sie zu veröffentlichen.

Diese Methode wird auch heute noch verwendet: (Zitat)

Dieses Buch basiert ausschließlich auf dem in obigem Brief erwähnten Manuskript. Auf Wunsch der Verfasserin blieb es anonym. Meine einzige Aufgabe bestand darin, diese wahre Geschichte in einen Roman umzuschreiben, das heißt, in eine fiktive Geschichte.


(Fuchsia, Frankreich 1981)

„Fuchsia“ ist eine Sammlung von heftigen und detailliert geschilderten lesbischen Verführungen, die von einer magischen Handlung kaschiert werden.

Übersetzung der englischen Texte: Isidora.